Ein langer Weg

Veröffentlicht auf von Radio Sonnenschein

In der Zeit von 1949 bis 1990 gab es zwei deutsche Staaten: die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik (DDR).

 9. November 1989: Die Mauer in Berlin wird geöffnet3. Oktober Tag der Einheit

Im Herbst 1989 öffnete die DDR-Regierung die Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland. Ein Jahr später wurde die DDR aufgelöst und am 3. Oktober 1990 wurden die DDR und die Bundesrepublik wiedervereinigt. Aus den beiden deutschen Staaten wurde wieder ein Deutschland.

Der 3. Oktober ist seither der Nationalfeiertag Deutschlands. Er heißt auch "Tag der Deutschen Einheit". 
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Zwei deutsche Staaten

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die vier Siegermächte USA, Frankreich, Großbritannien und die damalige Sowjetunion Deutschland besetzt. Sie wollten sicherstellen, dass Deutschland nie wieder einen Krieg anfangen kann. Deshalb setzten sie sich zusammen an einen Tisch und überlegten, wie das am besten zu machen ist. Schließlich einigten sie sich darauf, Deutschland in vier Zonen aufzuteilen: 

eine englische, eine sowjetische, eine amerikanische und eine französische.

Außerdem wurde auch die deutsche Hauptstadt Berlin, genau wie das übrige Deutschland, in vier Teile aufgeteilt. In Berlin hießen diese Teile "Sektoren".

 Die Gründung der BRD und der DDR

Die Politiker der vier Siegermächte waren sich nicht einig, wie es in Deutschland weitergehen sollte. Die Sowjetunion hatte ganz andere Vorstellungen als die USA, Frankreich und Großbritannien. Aus diesem Grund entwickelten sich die besetzten Teile Deutschlands in ganz unterschiedliche Richtungen. Das Ergebnis vom Streit der Siegermächte war die Gründung von zwei deutschen Staaten.

Am 1. September 1948 traf sich der Parlamentarische Rat in Bonn. Das war eine Gruppe von 65 Politkern, die alle aus dem Westteil Deutschlands stammten - also aus dem Teil, der nach Ende des Zweiten Weltkriegs von den Amerikanern, den Engländern und den Franzosen verwaltet wurde.

Gründung der BRD

Über ein halbes Jahr später hatten sich die Politiker auf ein Grundgesetz geeinigt. Am 8. Mai 1949 wurde es feierlich in Bonn verkündet und vom Präsidenten des Parlamentarischen Rates, Konrad Adenauer, unterzeichnet. Damit war die Bundesrepublik Deutschland gegründet.

Konrad Adenauer

Ein paar Monate später, am 15. September 1949 wird Konrad Adenauer (Foto links) zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

Die DDR

Wilhelm PiekAm 7. Oktober 1949 entstand in der Zone der Sowjetunion ein zweiter Staat: die Deutsche Demokratische Republik (DDR). Im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland nannte die DDR ihre Staatsregeln "Verfassung" und nicht Gesetzessammlung.

Anders als die Bundesrepublik Deutschland zeigten die Politiker der DDR auf diese Weise, dass die Teilung Deutschlands für sie endgültig war.

So wurden aus einem Deutschland zwei Staaten, die nach ganz verschiedenen Regeln funktionierten....

(Quelle: dpa/zdf/bundesarchiv/werg)

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