Elektronische Wörterbücher

Veröffentlicht auf von Radio Sonnenschein

Sprachcomputer Franklin  Fremde Länder, fremde Kulturen und häufig auch eine fremde Sprache. Wer im Urlaub nicht bloß Bahnhof verstehen möchte, packt ein Wörterbuch ein. Aber das ist oft mühselig zu handhaben und bedeutet zusätzliches Gewicht im Urlaubsgepäck. Was man nicht im Kopf hat, muss also getragen werden. Eine mögliche Alternative: elektronische Wörterbücher in Taschenrechnergröße. Die gibt es schon länger auf dem Markt, sie können aber mittlerweile immer mehr als nur einzelne Worte übersetzen: von kompletten Textübersetzungen bis hin zu Satzbeispielen für gängige Situationen als Tourist oder Geschäftsreisender. Außerde, übersetzen viele Geräte zahlreiche und auch wenig verbreitete Sprachen. Zudem verfügen viele Geräte über eine von Muttersprachlern vertonte Sprachausgabe.

Im Urlaubsgepäck sind folgende Modelle:

Modelle im Überblick

Produkt

Preis (Euro)

Hexaglot  "Dialogue"

199,90

Casio "EW-G5600V"

299,90

Franklin "TGA-495“

199,00


Beim Urlaubsgepäck kommt es auch auf das Gewicht an

Drei Länder (England, Frankreich und Spanien) sind das Ziel: macht zusammen drei Sprachen und drei Sprach-Wälzer, die insgesamt knapp zwei Kilo wiegen. Die elektronischen Wörterbücher dagegen sind um einiges leichter: der Casio "EW-G5600V" wiegt 252 Gramm, der "Dialogue" von Hexaglot 144 Gramm und das Franklin-Modell "TGA-495" 152 Gramm. Beim Gewicht können also die kleinen elektronischen Übersetzer im Vergleich zum klassischen Wörterbuch schon mal punkten.

Bedienungsanleitung als Urlaubslektüre?

Sprachcomputer Hexaglot  Wer Urlaub macht, möchte sich in erster Linie erholen und nicht komplizierte Bedienungsanleitungen durcharbeiten. Insbesondere die Geräte von Casio (EW-G5600V) und Hexaglot (Dialogue) können hier auftrumpfen. Beide sind sehr selbsterklärend aufgebaut. Bei dem Modell von Franklin muss allerdings zunächst die Bedienungsanleitung gelesen werden. Wer diese "Hürde“ dann aber genommen hat, kommt gut zurecht. Das Gerät bietet zwölf Sprachen an. Wer zwischen diesen hin- und her springen möchte, schafft das in wenigen Schritten. Auch das Wechseln zwischen Wortsuche und Beispielsätzen nach Kategorien geht mit einem Knopfdruck.

Erste Praxisschritte

In London fällt vor einem Regierungsgebäude das Hinweisschild „Beware. Horses may kick or bite.“ ins Auge, dessen Aufschrift wir vom „Dialogue“ (Hexaglot) übersetzen lassen. Beim ersten Eintippen ignorieren wir die Groß- und Kleinschreibung. Das Ergebnis fällt dementsprechend kurios aus: "sehen sie sich. mögen Pferde vor oder beißen treten“. Man kann zwar ahnen, was gemeint ist, aber korrekt ist das nicht. Beachtet man jedoch die Groß- und Kleinschreibung sowie die Zeichensetzung, fällt das Ergebnis richtig aus: „Sehen sie sich vor! Pferde mögen beißen oder treten!“ Praktisch hierbei ist, dass man beim „Dialogue“ nicht auf vorgegebene Sätze angewiesen ist. Er übersetzt all das, was eingetippt wird. Im Englischen funktioniert das recht gut. Um das Gerät auch in Spanien und Frankreich nutzen zu können, wird es umgerüstet. Zwei zusätzliche Speicherkarten müssen her, die jeweils 29, 95 Euro kosten. Da der Computer aber bei den Übersetzungen immer den Umweg über das Englische geht, ist hier die Fehlerquelle deutlich größer. Probleme bereiten ihm auch umgangssprachliche Begriffe. Außerdem ein Nachteil: Das Gerät hat keine Sprachausgabe - beim Nachsprechen kann es zu Fehlern kommen. Bei komplizierten Sätzen sollten Anwender lieber den jeweiligen Gesprächspartner auf das Display schauen lassen, bevor es zu Missverständnissen kommt. Es ist immer leichter einen Satz in einer fremden Sprache zu sprechen, wenn man sich ihn vorher einmal anhören konnte.

Mehr Erfolg mit Sprachausgabe?

Sprachcomputer Casio  In typischen Reisesituationen (Restaurantbesuch oder nach dem Weg fragen) helfen alle Geräte – mit einzelnen Vokabeln, aber auch mit zahlreichen Satzbeispielen (Casio und Franklin). Praktisch ist hierbei die Sprachausgabe, aber auch dabei gibt es Unterschiede: Beim Casio-Gerät sind lediglich die englischen Wörter und Sätze von einem Muttersprachler vertont. Die Sprachausgabe im Spanischen und Französischen wird synthetisch ausgegeben und klingt zum Teil sehr künstlich und unverständlich. Einen klarer Vorteil des Franklin-Modella - hier kommen bei allen zwölf Sprachen Muttersprachler zu Wort. In jedem Fall klingt die Sprachausgabe durch Muttersprachler deutlich besser. 

Zusatzangebote

Die Modelle von Casio und Hexaglot laufen über Batteriebetrieb, das Modell von Franklin hat einen Akku im Lieferumfang. Besonders praktisch bei dunkleren Lichtverhältnissen ist die Displaybeleuchtung. Die haben die Modelle von Casio und Franklin. Das Casio-Modell hat im Vergleich zu den anderen Geräten sehr große Tasten. Wer gerne auf ein großes Sprachenangebot zurückgreift, findet beim Franklin-Modell zwölf Sprachen, von Muttersprachlern vertont und die Anzeige von asiatischen Schriftzeichen sowie deren phonetische Aussprache in lateinischer Schrift. Was man aber beachten muss: Je mehr Sprachen ein Gerät hat, um so weniger Vokabeln und Beispielsätze wird es in den einzelnen Sprachen haben.  

Fazit

Alle Geräte können auf jeden Fall das, was auch ein Wörterbuch kann. Der Vorteil: sie sind leichter, sehr einfach in der Handhabung und die Sprachausgabe erleichtert - zum Teil - die Kommunikation. Das Angebot an elektronischen Wörterbüchern ist sehr groß. Für welches Gerät man sich entscheidet, hängt also definitiv von den jeweiligen Sprachvorkenntnissen und Bedürfnissen ab. Was ganz klar ist: Wer eine Sprache nicht beherrscht, wird auch mit den elektronischen Übersetzern kein fließendes Gespräch führen können.

(Quelle: ndr/werg)

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