Lebensquelle Sonne

Veröffentlicht auf von Radio Sonnenschein

Unsere Sonne stirbt. In 50 Jahren verdunkelt sich die Erde und erstarrt in einem solaren Winter.

In dem Kinofilm „sunshine“ steht die Menschheit kurz vor dem Aus. Ist dieses Szenario realistisch? Wie lange hält unser nächster Stern noch durch?

Die Sonne Fakt ist: Jede Sekunde stirbt im Universum ein Stern. Auch unsere Sonne wird eines Tages verglühen. Sind ihre Tage gezählt, bläht sie sich auf ein Vielfaches auf. Als so genannter „Roter Riese“ verschlingt sie am Ende auch die Erde. Anschließend glüht unsere Sonne langsam aus und treibt als Schlackehaufen durch die Milchstraße.

Doch bis es dazu kommt dauert es noch. Nach heutigem Wissensstand sollte der Brennstoffvorrat unseres Zentralgestirns noch rund 5 Milliarden Jahre halten. Und das, obwohl unsere Sonne stetig abnimmt. Im Inneren des gigantischen Gasballs werden jede Sekunde vier Millionen Tonnen Materie in Energie umgewandelt.

Kernfusion als Energiequelle

Noch ist unsere Sonne eine Million mal größer als die Erde und bindet 99,8 Prozent der gesamten Masse unseres Sonnensystems. Aufgrund dieser großen Masse herrschen in ihrem Kern extrem hoher Druck und Temperaturen von bis zu 15 Millionen Grad. Das sind optimale Bedingungen für die Kernfusion, die Energiequelle der Sonne.

Bei der Kernfusion verschmelzen Wasserstoffatomkerne zu Helium und Unmengen von Energie. An der Sonnenoberfläche wird diese Energie frei – als gleißendes Licht und Wärme. Dabei strahlt unsere Sonne rund 400.000 Mal heller als der Vollmond und ist an der Oberfläche etwa 5500 Grad Celsius heiß.

Sonnenflecken und Gasfackeln

Sonnenfleck Ein Nebeneffekt der Energiegewinnung: Auf dem „Kraftwerk Sonne“ herrschen extrem starke Magnetfelder. An den Stellen, wo die Kräfte besonders stark sind, bilden sich so genannte Sonnenflecken. Außerdem brechen riesige Schleifen aus Sonnenmaterie hervor.

Normalerweise haben die Magnetfelder die Schleifen aus Sonnenmaterie fest im Griff. Wird die Spannung jedoch zu groß, reißen die Bögen und Tausende Kilometer hohe Fackeln aus brennendem Gas werden ins All geschleudert. Durch diesen so genannten Sonnenwind aus kleinsten Teilchen, verliert die Sonne jede Sekunde eine Million Tonnen Materie.

Sonnenstürme auf der Erde

3D-Grafik: Sonnenwind trifft auf irdisches Magnetfeld Der Sonnenwind rast mit bis zu 700 Kilometern pro Sekunde durch den Weltraum und prallt auf das Magnetfeld der Erde. An den Polen dringt der Partikelstrom in die Erdatmosphäre ein und reagiert mit Sauerstoff und Stickstoff. Es kommt zu einem heftigen Energieaustausch. Polarlichter, so genannte Auroren, entstehen. Je höher die Sonnenaktivität und je mehr Sonneneruptionen stattfinden, desto mehr Auroren gibt es auf der Erde.

Polarlicht Sonnenstürme haben auf der Erde aber nicht nur schöne Effekte. Sie können Transformatoren stören und ganze Stromnetze zusammenbrechen lassen. Wenn durch einen Sonnenwind der Satellitenempfang gestört ist, funktioniert auch die Autonavigation auf der Erde nicht mehr. Die Routenberechnungen können viele hundert Meter daneben liegen.

Sonnenforschung wichtiger denn je
Immer neue Weltraummissionen starten, um die Sonne zu erforschen. Satelliten kreisen auf bestimmten Bahnen um unser Zentralgestirn. Sie liefern interessante Daten, wie zum Beispiel UV-Licht-Aufnahmen der Sonne in 3D. Mit Hilfe dieser Bilder, wollen Forscher eines Tages Sonneruptionen vorhersagen. So könnten die Menschen auf der Erde rechtzeitig vor den Auswirkungen gewarnt werden. Ein immer wichtiger werdendes Ziel, denn die Zahl der weltraumgestützten Techniken nimmt zu.



(Quelle: swr/werg)

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