Sportwagen ohne Sprit

Veröffentlicht auf von Radio Sonnenschein

Elektro-Autos für die Zukunft

Der "Tesla Roadster" ist ein Sportwagen, der ganz ohne Sprit auskommt. Der von amerikanischen Technikern entwickelte Flitzer fährt nur mit Strom, beschleunigt in 4 Sekunden auf 100 km/h, hat 240 PS und bringt es auf stolze 210 Stundenkilometer Spitze. Gleich reihenweise wurde er schon von kalifornischen Promis bestellt, obwohl er bis jetzt nur als Prototyp vorliegt. Eine massenweise Produktion könnte bei 6000 Lithium-Ionen im Kofferraum ins Stocken geraten - darauf ist man einfach noch nicht vorbereitet. Und doch sind die Lithium-Batterien ein wichtiger Schritt in die elektrische Autozukunft - das weiß man auch im Mainzer Umweltministerium. Deshalb wurde hier kürzlich ein echtes Zukunftsauto vorgestellt - angetrieben mit ganz neuartigen Lithium-Eisenphosphat-Akkus der Firma "Gaia Akkumulatorenwerke" in Thüringen. Das Besondere: Die Batterien erwärmen sich kaum - ein Schwachpunkt bisher bei Elektroautos - und können nicht explodieren. Sie laden sich schnell auf und leben lange. Einziger Haken: Die elektrische Reichweite des Fahrzeugs von nur 40 Kilometern reicht höchstens für den Weg zur Arbeit.

Elektro-Autos für die Zukunft - Umwelt-CampusAuch am Umweltcampus Birkenfeld arbeitet man mit Hochdruck an der Weiterentwicklung der Elektro-Technologie. Um das Reichweiten-Problem zu lösen, will man eine Ladestation ist Auto einbauen. Studenten tüfteln hier an einem Stadtfahrzeug mit Lithium-Ionen-Akkus, das sie selbst auf den Markt bringen wollen. Aus Wasserstoff soll mit Hilfe einer Brennstoffzelle Strom hergestellt werden, der die Fahrbatterie bei Bedarf immer wieder auflädt. Die Batterie speist vier Elektromotoren, die in den Radnarben des Fahrzeugs sitzen. Überschüssige Energie wird im Lithiumakku gespeichert - so könnte das Konzept für zukünftige Generationen von Hybridfahrzeugen aussehen.

Elektro-Autos für die Zukunft - BatterienNoch sind effiziente Elektroautos eine echte Rarität. Die Entwicklung ist noch nicht so weit, dass die Zukunftsautos den hohen Ansprüchen der Autonutzer nach grenzenloser Mobilität genügen. Noch nehmen die meisten Menschen nicht wahr, dass unsere Ölreserven zur Neige gehen und damit auch der klassische Verbrennungsmotor irgendwann ein Auslaufmodell sein wird.

Die Bundesregierung dagegen schaut schon in die Zukunft. 60 Millionen Euro will sie für ein Programm zur Weiterentwicklung des Elektroautos bereitstellen. Und die Industrie gibt noch mal 300 Millionen Euro dazu. Es bewegt sich also etwas und auch im Mainzer Umweltministerium ist man fest davon überzeugt, dass dem Elektroauto die Zukunft gehört. Irgendwann werden Elektroautos große Reichweiten haben. Getankt wird am Stromnetz - im besten Fall sogar Öko-Strom. Ein kleiner Verbrennungsmotor schaltet sich erst dann zu, wenn die Ladung der Batterien zur Neige geht. Der klassische Motor ist dann auch für längere Strecken nicht mehr nötig.

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